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1. Kreisvorsitzender
Wolfgang Heinzel
Biberach
Tel. d.: 07351-300-3020
Der Kreisverband Oberschwaben/Bodensee trifft sich regelmäßig. Nähere Informationen erhalten Sie bei Wolfgang Heinzel.
Der DJV-Kreisverband Oberschwaben hat sich in Biberach versammelt, um unter dem Motto „Gemeinsam statt allein- der DJV sorgt für Verbindung!“ über Tarifrealität für Festangestellte und Zukunftsperspektiven für freie Journalisten zu sprechen.
Zu Gast waren Landesvorstandsmitglied Kathrin Konyen aus Ulm, aus Remseck war Cross-media-Journalist Peter Welchering angereist. Mehr Selbstbewusstsein unter den freien Journalisten ist für Welchering ein Teil des Erfolgs, der andere Teil sich zusammenzutun um der Verhandlungsmacht der Verleger etwas entgegen zu setzen: „14 freie Journalisten haben voriges Jahr gemeinsam durchgesetzt, dass bei der FAZ jetzt Zweitverwertungsrechte gelten“, erläuterte er, stellte aber auch klar, dass es vor einem Erfolg eines hohen Kommunikations- und Koordinationsaufwands bedarf. Diesen muss jemand leisten: „Konstanze Kurtz vom Chaos-Computer-Club (CCC) hatte das organisiert.“
Kreisvorstandsmitglied Natascha Mahle aus Biberach nannte einen ganz praktischen Vorteil der Zusammenarbeit gegenüber dem zunehmenden Einzelkämpfertum: „Man kann voneinander profitieren.“ Sie als freie Journalistin habe einen Fotografen, eine Grafikdesignerin und eine andere schreibende Kollegin an der Hand. „Aber die Sachen lohnen sich nicht!“, sprach sie einen Aspekt an, der den Freien immer mehr zu schaffen macht. Auch für Welchering war der Ärger über willkürlich vorenthaltene Honorare der Impuls, tätig zu werden: „Wir haben eine Mailingliste erstellt, die anderen freien Kollegen angeschrieben und uns verabredet, dem Herausgeber zu sagen, dass das nicht geht, sonst schreiben wir nichts mehr, dann kann er dicht machen.“ Auch bei lokalen Zeitungen müssten sich die Freien vernetzen, um etwas zu erreichen. Kreisvorstandsmitglied und freie Journalistin Karin Benzmann aus Pfullendorf schlug vor, herumzufragen, wo schon etwas in welcher Form unternommen worden sei.
Die oberschwäbische Kreisversammlung war sich einig, dass an den neuen Medienformen kein Weg vorbeiführt. Dadurch ergäben sich vielfältige Chancen der Vernetzungsarbeit, die der DJV besser nützen müsse. „Viele Kollegen wollen das“, war sich Welchering sicher und nannte als Beispiel die schon existierende Bilddatenbank. Als Beispiel außerhalb des DJVs nannte er Freelens, Mahle ergänzte das um Freischreiber.de und journalismus.com, wo Aufträge vermittelt und über Foren Fachfragen geklärt würden: „Es gibt zwar einen Freienblog bei uns, aber der DJV tut insgesamt zu wenig für Freie“, meinte die junge Kollegin. Landesvorstandsmitglied Kathrin Konyen unterstrich die Notwendigkeit, etwas für die Freien zu tun: „Die Zahl der Freien wächst und wird irgendwann die Mehrheit darstellen.“
Der Landesvorstand habe nichts dagegen, wenn der Kreisverband die Kollegen anmaile und nachfrage, ob mehr Vernetzung nur ein Einzelinteresse sei. Man erstelle außerdem gerade eine schwarze Liste von Verlagen, die sich nicht an die Vergütungsregeln halten. Zuvor hatte sie die aktuelle Tarifsituation skizziert, die durch die Forderung der Verleger nach de facto 25 Prozent Gehaltskürzung für alle Neuanstellungsverträge und nach dem Wegfall des Urlaubsgelds bei bestehenden Verträgen geprägt ist. Dies habe inzwischen zu einigen Neueintritten beim DJV geführt. (zel)
Termine 07.-11.05.2012 - JA Stuttgart
43. Zeitschriftenseminar
für Volontäre und
Seiteneinsteiger (III)
18.-12.06.2012 - JA Stuttgart
43. Zeitschriftenseminar
für Volontäre und
Seiteneinsteiger (IV)