Über 150 Journalisten protestieren
gegen Kündigung der
„SONNTAG AKTUELL“-Redaktion

Stuttgart (21.07.2009) über 150 Journalistinnen und Journalisten aus Stuttgart und Württemberg protestieren am Dienstag Mittag (21.07.2009) vor dem Pressehaus in Stuttgart-Plieningen gegen die Kündigung der 17köpfigen Redaktion von „SONNTAG AKTUELL“. Betriebsrat Ulrich Tangl forderte die Rücknahme der Kündigung, für die es keinerlei publizistische noch betriebswirtschaftliche Rechtfertigungen gäbe.

Betriebsräte, u. a. aus Ulm, Reutlingen und der beiden Stuttgarter Blätter, erklärten sich solidarisch mit der Redaktion von „SONNTAG AKTUELL“, der sich Sprecher der beiden Gewerkschaften, Deutscher Journalisten-Verband und Ver.di, anschlossen.

Auch der Konzernbetriebsrat der Südwestdeutschen Medienholding, so dessen Vorsitzender Samir Alicic, unterstützt die Forderung der Redaktion von „SONNTAG AKTUELL“: „Wir kämpfen um unsere Jobs“. Die Redaktionssprecher aus den Verlagen hoben vor allem die hohe Leserzufriedenheit und die publizistische Qualität von „SONNTAG AKTUELL“ hervor.

Für den DJV-Vorsitzenden Karl Geibel lassen alle Anzeichen den Schluss zu, dass der Konzern publizistische Vielfalt und Qualität der Gewinnoptimierung opfert. Wie auch in den anderen Unternehmensteilen bereits dokumentiert.

Wenn journalistische Qualität, publizistische Verantwortung und soziale Kompetenz, so Karl Geibel, nicht mehr zum Wesen eines publizistischen Unternehmens gehören, ist ein Abstieg programmiert. Unbestritten: Die vorhandene Unternehmenskultur bei der Südwestdeutschen Medienholding wird offensichtlich aufgegeben, weil man sich beim Kauf des Verlags der Süddeutschen Zeitung vor zwei Jahren wohl übernommen habe.

„SONNTAG AKTUELL“ wird von über 40 südwestdeutschen Zeitungsverlagen in einer Auflage von 620.000 als 7. Ausgabe des Zeitungsabonnements vertrieben.

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