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Die SWMH schlägt bei der
MOZ in Frankfurt/Oder zu

FRANKFURT/Oder – Die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) schlägt bei einem weiteren Konzernteil zu. Diesmal trifft es die „Märkische Oderzeitung“ in Frankfurt/Oder, die jeweils zur Hälfte der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Südwest Presse“ in Ulm gehört.

Nach der Neuaufstellung des Stuttgarter Konzerns durch den Kauf der Mehrheitsanteile an der Verlagsgruppe „Süddeutscher Verlag“ in München (u.a. „Süddeutsche Zeitung“) kommt es seit dem vergangenen Jahr zu empfindlichen Umstrukturierungen vor allem im Stuttgarter Holdingbereich, über die wir im jüngsten DJV-Blickpunkt berichteten. Das geht nun weiter. In Frankfurt/Oder zieht der Konzern die Reißleine: Ab April 2009 werden die Redakteure der MOZ in eine hauseigene Leiharbeitsfirma outgesourct, sie ist eine 100prozentige Tochter der Märkischen Verlags- und Druckhaus GmbH. Sie beschäftigt bereits rund 40 Leihredakteure, noch mal so viele kommen jetzt dazu. Dies gilt auch für den Verlagsservice, für die Sekretärinnen, Mitarbeiterinnen des Archivs, Fotografen, web-Entwickler, sie gehen mit in die neue Gesellschaft. Eine Modifizierung von Arbeitsverhältnissen, so kündigte der Geschäftsführer Dr. Bodo Almert zu den Veränderungen in dem Unternehmen an, soll erst ab 1. April 2010 möglich sein, nach der gesetzlichen Frist für einen Betriebsübergang. Der Betriebsrat befürchtet allerdings Nachteile für die Arbeitnehmer in dieser Zeit, sogar betriebsbedingte Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen.

Zum 31. Juli 2009 wird der Bereich Anzeigensatz bei der MOZ stillgelegt. dies betrifft zwölf Mitarbeiter. Hier wird das „Modell“ von Stuttgart, das ein mehrfaches an Arbeitsplätzen kostete, nachvollzogen werden. Dort werden voraussichtlich 30 Entlassungen ausgesprochen. Bei der Pressehaus Info-Technik (PHIT) waren ursprünglich 52 Kündigungen geplant. Der Anzeigensatz wird komplett an einen Fremddienstleister vergeben werden, dem Vernehmen nach ist dies die Röser Media in Karlsruhe.    
Karl Geibel

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