Sie sind hier: Home > Nachrichten-Archiv > Verlage > Handelsblatt 

Großer Stellenabbau bei der
Handelsblattgruppe Düsseldorf

STUTTGART – Die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHP) in Düsseldorf steht vor einem weiteren großen Stellenabbau, nachdem bereits im Frühjahr 40 Mitarbeiter die Zeitungshäuser verlassen mussten.

Nach den Informationen sollen mindestens ein Fünftel der Stellen abgebaut werden. Rund 1.000 Angestellte arbeiten für die VHP, davon 700 am Standort Düsseldorf. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter wird vom DJV Nordrhein-Westfalen wird auf 150 geschätzt. Beim Handelsblatt sollen 25 Redakteursstellen bis 2010 nicht mehr besetzt oder über Abfindungen aufgelöst werden. Bei der ebenfalls in Düsseldorf erscheinenden Wirtschaftswoche sollen drei Redakteursstellen gestrichen werden.

Überwiegend sind Verwaltungsstellen von den Streichungen betroffen. Dieter von Holtzbrinck hatte die VHP erst kürzlich von seinem Bruder Stefan von Holtzbrinck zurückgekauft, (siehe untenstehende Meldung: „Holtzbrinck-Verlagsgruppe verkauft Zeitungen an früheren Chef“) der dem Familienunternehmen in Stuttgart vorsitzt zu dem auch namhafte Tageszeitungen wie der Südkurier in Konstanz oder Zeitungen in Saarbrücken, Trier, Würzburg oder Cottbus gehören. Dieter von Holtzbrinck, früher Konzernchef hatte die Handelblattgruppe wieder übernommen, nachdem offensichtlich über deren Verkauf an den Zeitschriftenverlag Gruner+Jahr erwogen wurde. Der wiederum hatte seine Finanz- und Wirtschaftsmagazine wegen der schlechten Geschäftsentwicklung zusammengelegt. Dieter von Holtzbrinck hatte gegenüber der Düsseldorfer Redaktionen noch Ende Juni die Eigenständigkeiten der renommierten Fachblätter und Redaktionen versichert.  kg