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Motor Presse kündigt 42 Redakteuren
in Stuttgart und in Berlin

STUTTGART – Je 21 Mitarbeiter in Berlin und in Stuttgart werden von der Motor Presse Stuttgart gekündigt. Der Standort Berlin wird geschlossen und alle Fachtitel in Stuttgart gebündelt. Dies teilt der Geschäftsführer Dr. Friedrich Wehrle der Belegschaft mit.

In einer e-mail an die Belegschaft, die in einer Betriebsversammlung dieser Tage bestätigt wurde, schreibt der Geschäftsführer Dr. Friedrich Wehrle, damit wollten die Gesellschafter der Motor Presse Stuttgart, die zu Gruner + Jahr gehört, den „drastischen finanziellen Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Werbekrise auf unser Unternehmen begegnen.“

Der Geschäftsbereich Automobil konzentriert seine redaktionelle Kompetenz am Stammsitz in Stuttgart. Alle Autozeitschriften bleiben zwar als eigenständige Medienmarken erhalten, sie werden aber künftig von einer zentralen Autoredaktion in Stuttgart unter der Gesamtleitung von Bernd Ostmann produziert. Die eigenständige Positionierung der einzelnen Zeitschriften bleibt erhalten. Der Standort Berlin wird geschlossen. AUTOStraßenverkehr und 4Wheel Fun seien von der aktuellen Krise der Automobilbranche besonders hart getroffen und in den bisherigen Strukturen nicht mehr wirtschaftlich zu produzieren, betont Friedrich Wehrle. Dem wird von der Berliner Redaktion entgegengehalten, bei ihnen hätten mehrfach Budgetkürzungen stattgefunden, man habe im Verhältnis zu anderen Standorten „hocheffizient“ gearbeitet. Wehrle betont, ohne diese Gegenmaßnahmen würde AUTOStraßenverkehr in diesem Jahr und auch in Zukunft tief in die roten Zahlen rutschen.

Die Motorrad-Gruppe mit ihren Titeln MOTORRAD, PS, 2Räder und MOTORRAD CLASSIC muss wegen der seit mehreren Jahren anhaltenden negativen Markt- und Werbeentwicklung ihre Strukturen anpassen. „Der Umsatz von MOTORRAD lag im Jahr 2000 bei 19,5 Millionen Euro, für 2009 erwarten wir gerade noch einmal 11,7 Millionen. Die Redaktionskosten indes liegen immer noch auf dem Niveau des Jahres 2000“, berichtet Wehrle. Deshalb fällt bei MOTORRAD die zweite Hierarchieebene mit den stellvertretenden Chefredakteuren komplett weg. Die bisher acht Ressorts sollen künftig in drei Einheiten zusammengefasst werden. Ein vereinfachter Workflow in Redaktion und Grafik, das Redaktionssystem Censhare und eine schlankere Organisation sollen die Produktion effizienter gestalten. Die eigenständige Positionierung der vier Titel der MOTORRAD-Gruppe bleibt erhalten.

Nach Friedrich Wehrle sind weitere Einschnitte im Konzern nicht auszuschließen. g

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