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Betriebsratsmitglied Christoph Holbein (l) für den DJV und der Betriebsratsvorsitzende Thomas Ducks im Streiklokal bei der Urabstimmung. Foto: Thomas Godawa
Oberndorf (25.01.2012) - Bei einer Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent und einer Zustimmung von 100 Prozent wurde am Dienstag, 24. Januar, im Rahmen der Urabstimmung in Oberndorf der ausgehandelte Tarifvertrag von den Kolleginnen und Kollegen angenommen. Im Streiklokal konnte von 12 bis 14 Uhr und von 17 bis 21 Uhr abgestimmt werden. Aufgerufen waren die Beschäftigten der Redaktionsgesellschaft, des Grafikboten und der Medienvermarktung. Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Ducks (dju) und Betriebsratsmitglied Christoph Holbein (DJV) begleiteten die Abstimmung. Kurz nach 21.30 Uhr konnte Gewerkschaftssekretär Uwe Kreft den vielen Kolleginnen und Kollegen das positive Ergebnis im Streiklokal vermelden. Der DJV-Landesvorsitzende Thomas Godawa lobte in seinem Grußwort den Mut der Kolleginnen und Kollegen 96 Tage gestreikt zu haben. Diese Anstrengung habe gezeigt, dass sich der Einsatz für die eigenen Interessen lohne und auch zu Erfolgen führt. Mit dem Streik beim Schwarzwälder Boten sei nicht nur ein historisches Ereignis im Verlag selbst vonstatten gegangen, sondern habe bundesweit ein Zeichen gesetzt. Die Aktion habe eine Leuchtturmfunktion, wie die spontane Solidaritätsaktion der DJV-Landesverbände und der Delegierten beim DJV-Gewerkschaftstag in Würzburg Anfang November vergangenen Jahres gezeigt habe. Andere Redaktionen werden sich ein Beispiel nehmen. Widerstand lohnt sich und das gemeinsame Eintreten für die eigenen Interessen macht stark. Das wird in Zukunft noch mehr gefordert sein.
Die Erklärungsfrist läuft bis 31. Januar, auch für die Arbeitgeberseite, der das Abstimmungsergebnis der Gewerkschaften mitgeteilt wird. Danach können die Tarifverträge unterzeichnet werden.
Thomas Godawa