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Stellungnahme zur SWR-Elefantenrunde

Die Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) bedauern die Entscheidung des SWR, zur „Elefantenrunde“ nicht die AfD einzuladen. „Diese Entscheidung setzt ein falsches Signal und leistet denen Vorschub, die Medien als „Lügenpresse“ verunglimpfen und eine mangelnde Staatsferne bei den Öffentlich-Rechtlichen ausmachen“, erklären die Vorsitzenden Andrea Wohlfart (DJV Rheinland-Pfalz) und Dagmar Lange (DJV Baden-Württemberg).

Die AfD ist eine zugelassene Partei. In einem demokratischen Willensbildungsprozess ist es geboten, dieser Partei und ihren Ansichten mit überzeugenden Gegen-Argumenten zu begegnen und nicht mit einer Stigmatisierung.

Dies ist sicher kein einfacher Weg, doch alles andere gefährdet die Glaubwürdigkeit einer unabhängigen und sachlichen Berichterstattung und der Medien, die sich dieser Werteethik verschrieben haben.

SWR-Intendant Peter Boudgoust und SWR-Chefredakteur Fritz Frey haben sich mit ihrer Entscheidung zwischen alle Stühle gesetzt. „Besser wäre es gewesen, die so genannte Elefantenrunde im Vorwahlkampf 2016 unter diesen Bedingungen entweder ganz abzusagen oder für dieses Format ein neues Konzept zu entwickeln“, sind die beiden Landesvorsitzenden überzeugt.

Den SWR in diesem Zusammenhang als „Staatsfunk“ zu verunglimpfen, kritisieren die beiden DJV-Landesvorsitzenden als unsachlich und verfehlt.