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"Die Gegenseite hat sich zwar den Vorstellungen der Gewerkschaften angenähert, aber es bleiben immer noch deutliche Unterschiede in den Forderungen. Wir sind also noch nicht durch und erst recht nicht am Ende" kommentiert Christoph Holbein, der für den DJV in der Verhandungskommission sitzt, das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde am 8. Dezember.
Die Verhandlungen gehen am 20. Dezember in Stuttgart weiter.
"Der aktuelle Stand der Verhandlungen bedeutet, dass wir momentan der Vereinbarung nachkommen, den Streik aussetzen und auch am morgigen Freitag, über das Wochenende hinaus und in der nächsten Woche arbeiten werden" betont Holbein.
Es gehe nach wie vor darum, eine tarifliche Lösung zu erreichen und auch für die neu eingestellten und neu einzustellenden Beschäftigten "faire, angemessene und ihre Arbeit Wert schätzende Lohn- und Arbeitsbedingungen" zu haben.
Die Arbeitgeberseite bietet einen Bestandsschutz für die bis 8. Dezember 2011 bei der Redaktionsgesellschaft beschäftigten Arbeitnehmer an, rückwirkend zum 1. März 2011. Für die nach dem 8. Dezember eingestellten Arbeitnehmer wollen die Arbeitgeber ein eigenes Tarifwerk, das für sie am liebsten so aussehen soll wie das von ihnen vorgelegte fünfstufige Modell mit dem Normalredakteur für ein Gehalt von 3000 Euro brutto ohne Urlaubsgeld und Jahresleistung. Das wäre das von den Gewerkschaften abgelehnte Tarifwerk II.
Die Gewerkschaften halten diesem Angebot ihren Vorschlag entgegen: einen Anerkennungstarifvertrag für alle Arbeitnehmer rückwirkend zum 1.3.2011 und mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2014, der während seiner Laufzeit auch für die nach dem 8.12.2011 eintretenden Arbeitnehmer gilt. Gleichzeitig würden die Gewerkschaften unverzüglich über ein neues Tarifwerk für die Zukunft verhandeln. Dann wären alle heutigen und künftigen Beschäftigten der Redaktionsgesellschaft bis 2014 in einem Boot und hätten eine im Rahmen der für sie geltenden Tarifverträge eine gleichwertige Lösung.