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Fachausschuss Chancengleichheit

Daniel Völpel, Angelika Baumeister, Bernhard Lepple und Verena Mayer (v.r.n.l.)
v.l.: Vanessa Müller, Silke Schneider-Flaig, Peter Schwab

Der Fachausschusss Chancengleichheit existiert in Baden-Württemberg (im Gegensatz zu einigen anderen Verbänden) erst seit 2010. Er entstand aus einer Initiative des DJV Stuttgart. Dem dort beschlossene Antrag auf Einrichtung dieser Gruppe stimmten die Mitglieder des DJV Baden-Württemberg auf dem damaligen Landesgewerkschaftstag zu. Es gibt einige Themen, die auch andere Fachausschüsse, zum Beispiel FA Freie Journalistinnen und Journalisten, betreffen. Daher wird nach wie vor eine enge Zusammenarbeit und reger Informationsaustausch angestrebt

Konstituierende Sitzung des FA Chancengleichheit Ba-Wü 2016 ist Ende September (nach der Gesamtvorstandssitzung) geplant.

Auf der Agenda 2016/2017 stehen u.a. die Themen "Medienschaffende mit Behinderung" und "Migration".

Aktuell arbeiten Stephanie Dittebrandt und Daniela Haußmann aktiv mit.

Silke Schneider-Flaig
-Vorsitzende-


Veranstaltungen 2016/2015

Vom DJV Journalistinnenkongress Frau Macht Medien (FMM) 12.03.2016 in Köln

Die Silvesternacht in Köln mit sexuellen Übergriffen von Männern auf Frauen vor dem Hauptbahnhof brachten ihr viel Ärger ein: Henriette Reker (60), Oberbürgermeisterin der Stadt, erinnerte sich beim Journalistinnentag des Deutschen Journalistenverbandes am Samstag (12.3.2016) in Köln vor rund 120 Teilnehmerinnen: „Ich habe so etwas vielleicht in Indien vermutet, aber doch nicht bei uns, das hat mich kalt erwischt.“  Allerdings ist nach ihren Aussagen der Tourismus in der Stadt deshalb nicht zusammengebrochen. Zur heutigen Lage in der Stadt sagte sie: „Sicher ist es jetzt“. Trotzdem gibt es noch einiges zu tun.

Den Journalistinnentag mit verschiedenen Referentinnen hatte Mechthild Mäsker vorbereitet. Als DJV-Mitglied setzt sie sich besonders für die Gleichstellung von Mann und Frau ein. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie Bundesvorsitzende des Fachausschusses, der unter anderem alle zwei Jahre den DJV-Journalistinnenkongress „Frau macht Medien“  organisiert.

Bei der neuen Tagung in Köln sollte unter anderem das Frauenbild in Deutschland im Spannungsfeld von Sexismus, der Flüchtlingspolitik und im Medienalltag besprochen werden. Henriette Reker erinnerte an ihre Position nach dem Attentat auf sie vor der Wahl zur Oberbürgermeisterin und dann als „Frau mit der Armlänge“, weil sie diese Geste nach der Silvesternacht für Frauen zum Schutz als mögliches Abwehrmittel genannt hatte. Reker: „Es gibt jetzt eine Puppe in Korea mit Armlänge.“ Sie gab zu: „Das Image von Köln war nach Silvester erheblich angekratzt“. Stadt und Polizei arbeiteten deshalb vermehrt zusammen und stimmten sich ab. Reker zur heutigen Lage: „Sicher ist es jetzt.“. Nach ihrer Auffassung ist das Image von Köln auch nach Silvester nicht schlecht, „aber kann noch verbessert werden“. Ergänzend dazu stellte sie fest: „Köln ist mehr als nur der Hauptbahnhof.“

Zum Journalistinnentag meinte sie:  „Es ist großartig, dass Sie sich so hier begegnen.“ Reker wies auf den globalen Gender Report zur Position der Frauen weltweit hin, an dem sich über 140 Länder beteiligen. Allerdings gibt es demnach noch einiges zu tun. Deutschland steht auf der Ranking Liste auf Platz 11. Zur Verbesserung der Lage von Frauen in Deutschland sollten ihrer Meinung nach auch Gesetze geändert werden, „damit Frauen auch dahin gelangen, wohin sie auch möchten“.
                                                                                         Text: Karin Benzmann

(Anmerkung. Ausführliche Berichterstattung über FMM 2016 folgt im Blickpunkt.)


Veranstaltungen des FA Chancengleichheit:

Am 4. August 2015 fand das Pressegespräch mit der Beauftragten für Chancengleichheit im Polizeipräsidium Stuttgart (Pragsattel) statt.

Am 25. Juni 2015 war der FA Chancengleichheit mit dem FA Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu Gast beim Pressegespräch zum Thema Kirchentage im evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof (https://www.hospitalhof.de) zu Gast.

 

 

Nachrichten aus dem Fachausschuss

Der Fachausschuss (FA) Chancengleichheit konstituerte sich am 12.07.2014 auf der Mandatsträgerkonferenz in Leinfelden-Echterdingen und setzt sich (nachdem aktuell zwei Mitglieder ausschieden) wie folgt zusammen:

Vorsitzende: Silke Schneider-Flaig (Stuttgart)
Stellvertreterin: Vanessa Müller (Heilbronn)
Peter Schwab (Stuttgart)
Daniela Haußmann (Stuttgart)

Aktueller Veranstaltungshinweis:
 
Am 28. Januar 2015 waren der DJV Stuttgart und der FA Chancengleichheit ab zu Gast bei Thorsten Schulz (www.rockhaus.de) von Rockhaus Entertainment. Schulz präsentierte uns seine Stuttgarter Studioräume, sprach über die Rockszene als Imagefaktor für die Medienregion Stuttgart und gab Hintergrundinformationen zu seinem aktuellen Projekt, das  z. B. günstige Büroräume  für junge Medienmacher bietet. Gerade diese Berufsgruppe hat bei Vermietern grundsätzlich weniger Chancen als Berufstätige mit Festanstellung.

Am 15.12.2014 trafen wir uns mit Gästen des DJV-Stuttgart auf dem Weihnachtsmarkt und besuchten das Finnische Dorf.


Über uns:

In den vergangenen Jahren befasste sich der FA insbesondere mit dem Thema Migration. Hier fanden auch Veranstaltungen mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft statt,  die Einblick in ihren Aufgabenbereich gewährten und Fragen beantworteten.

Unsere Veranstaltungen finden in unregelmäßigen Abständen statt. Meist treffen wir uns in Stuttgart. Daher sind auch Mitglieder des Stadtverbands Stuttgart und benachbarte Kreisverbände mit Gästen stets herzlich eingeladen.

Alle Einladungen werden per E-Mail verschickt. Nichtmitglieder und Gäste müssen allerdings Nachsicht haben, dass die jeweiligen DJV-Mitglieder bei begrenztem Kontingent bevorzugt behandelt werden. Im Zweifel gibt es eine Nachrückliste. Berichte über unsere Veranstaltungen erscheinen jeweils in der Verbandszeitschrift Blickpunkt.

Auf der vergangenen Sitzung beschlossen wir, dass das Thema Behinderung dieses Jahr im Fokus steht. Hintergrund ist, dass viele Behinderte (Medienschaffende) durchaus leistungsfähig sind, wenn die Arbeitsplatzbestimmungen entsprechend angepasst werden. Allerdings scheuen sich viele Unternehmen nach wie vor, Behinderte einzustellen. Obwohl die Einstellung von Behinderten staatlich  (70 Prozent des Lohns/Gehalts werden staatlich finanziert) unterstützt wird, zahlen Firmen lieber die so genannte Behindertenabgabe, um diese Einstellungspflicht zu umgehen. Auf dieses Dilemma möchten wir öffentlichkeitswirksam hinweisen.

Darüber hinaus möchten wir uns auch 2015  wieder am Equal Pay Day Flash-Mob beteiligen. Denn nach wie vor müssen Fauen bei gleicher Leistung 15 Monate arbeiten, während Männer bereits in 12 Monaten den selben Betrag erhalten. Mit anderen Worten endet das Arbeitsjahr für gleich qualifizierte und berufstätige Männer am 31.12. und für Frauen im März des Folgejahres. Daran hat sich seit Jahren leider nichts geändert.

Das Thema gender, das nach wie vor von Vorurteilen geprägt wird, soll ebenfalls problematisiert werden. Fakten beugen Vorurteile vor.  Voraussetzung jedoch ist, dass sie öffentlich bekanntgemacht werden. 

                                                                                   Silke Schneider-Flaig
E-Mail: schneider-flaig@djv-bw.de