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Regionalgruppe Südbaden

Die Regionalgruppe Südbaden umfasst die Landkreise Waldshut, Lörrach, Breisgau/Hochschwarzwald, Emmendingen sowie den Stadtkreis Freiburg. Sie wurde durch Beschluss des Landesgesamtvorstandes vom 20.11.2021 aus den bisherigen Kreisgruppen Hochrhein und Freiburg gebildet. In der Mitgliederversammlung vom 09.07.2025 und einer außerordentlichen MV am 14.07.2026 wurden die folgenden Mitglieder in den Regionalvorstand gewählt. 

Regionalvor-sitzender1. stv. Regional-vorsitzende2. stv Regional-vorsitzenderBeisitzerBeisitzerBeisitzerin 
Daniel HengstChantal ZoellyUwe MauchGerd LacheAnton SchlaierHeidrun Ossenberg 
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Nachrichten aus der Regionalgruppe

Neue Impulse im Berufsverband der Medienschaffenden: DJV Südbaden für Schulterschluss und handgemachten Journalismus.

Strukturwandel, KI-Druck und schrumpfende Redaktionen: Die Medienlandschaft steht am Scheideweg. Die Regionalgruppe Südbaden im Deutsche Journalistenverband (DJV) antwortet darauf mit Geschlossenheit. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Juli 2026 in Freiburg wählten die Medienschaffenden Daniel Hengst einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Seinen Auftrag umschrieb er so: Den echten Journalismus verteidigen und die Solidarität zurück in die Redaktionen bringen.

TEAM DJV SÜDBADEN

Mit der Wahl des Vorsitzenden ist der Regionalvorstand wieder vollständig. Daniel Hengst  (Die Oberbadische) komplettiert ein Team, das seine Aufstellung bereits in vorangegangener Sitzung gefunden hat: An seiner Seite agieren Chantal Zoelly (Freie) als erste stellvertretende Vorsitzende, Uwe Mauch (Badische Zeitung) als zweiter Stellvertreter sowie die Beisitzer Anton Schlaier (Freier/ehem. SWR), Heidi Ossenberg  (Badische Zeitung) und Gerd Lache (Freier). 

ESSENZIELLER VERBANDSSCHUTZ

Der Journalist Hengst, der auf seinem Berufsweg verschiedene Medienhäuser und die Transformation der Branche miterlebt hat, begründet seine Kandidatur unter anderem damit: „An irgendeinem Zeitpunkt im Leben etwas zurückzugeben“. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie essenziell der Verbandsschutz des DJV sei, beispielsweise bei der Prüfung von Arbeitsverträgen oder im Bereich des Berufsrechtsschutzes. 

VIELFALT BLEIBT AUF DER STRECKE

Hengst tritt sein Amt in einer Zeit des massiven Umbruchs an. Er vergleicht die aktuelle Zäsur durch die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mit den disruptiven Veränderungen Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre, als der Fotosatz vom digitalen Ganzseitenumbruch abgelöst wurde. Die Folgen des heutigen Wandels bekomme er an seinem Arbeitsplatz schmerzhaft zu spüren. Innerhalb von nur zwei Jahren schrumpfte die Belegschaft von rund 50 auf unter 30 Mitarbeitende. Nach Verkäufen und Konzernfusionen drohe die journalistische Vielfalt auf der Strecke zu bleiben.

ENTZUG VON ARBEITSPLÄTZEN

Noch bedenklicher als reine Stellenabbauten sind für den neuen Vorsitzenden die subtilen Aushöhlungen von Arbeitnehmerrechten. Konzerne nutzten zunehmend Tarifflucht, indem sie günstigere, an anderen Konzernstandorten ausgehandelte Verträge auf lokale Redaktionen übertragen und Betriebsräte mit dem Entzug von Arbeitsplätzen unter Druck setzten. 

RAUS AUF DIE STRASSE

Parallel dazu dränge die KI in den Redaktionsalltag. Auf all diese Veränderungen müsse der DJV als Berufsverband reagieren. Für den neuen Vorsitzenden ist klar: Der echte Journalismus lebe davon, „raus auf die Straße gehen, mit den Leuten reden und das echte Leben darstellen“. Um diese unverzichtbare menschliche Komponente zu verteidigen, brauche es einen starken Berufsverband wie den DJV. 

ZUKUNFT GEMEINSAM GESTALTEN

Die Stärke hänge an der Solidarität der Kolleginnen und Kollegen. Er setzt auf direkte Begegnungen. „Allein schaffen kann es keiner von uns“, mahnt Hengst und wirbt bei den Mitgliedern dafür, Themen nicht still vor sich her zu tragen, sondern offen im Verband zu kommunizieren. Der neue Vorsitzende will Präsenz zeigen, zuhören und die Verbandsarbeit wieder spürbar in den Alltag der Medienschaffenden integrieren. Der DJV Südbaden sei perfekt aufgestellt, nun gelte es, gemeinsam und aktiv die Zukunft des Berufsstandes zu gestalten.

Autor: Gerd Lache

Der neue Regionalvorstand: v.l.n.r Gerd Lache, Chantal Zoelly, Daniel Hengst, Anton Schleier, Uwe Mauch, Heidi Ossenberg

Foto: Clara Gerunger